Sonntag, 04. Mai 2014 | 19.30 Uhr  
Alte Feuerwache | Gathe 6 | Eintritt frei
 

Gewalt verweigern
Filme zu Krieg und Frieden

Kinoabend präsentiert von Mark Tykwer (Movie in Motion, Wuppertal) und Ulrich Klan
 

Unterschiedliche Filme eröffnen die Veranstaltungsreihe: Zu sehen sind zunächst Kurzvideos aktueller gewaltfreier Blockadeaktionen von »Lebenslaute«. Diese basisdemokratische Initiative politisch bewegter Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum blockiert mit Konzerten Waffenfabriken wie Heckler & Koch, das Bundesinnenministerium oder den Flughafen Halle/Leipzig. Im Anschluss zeigen wir Norman McLarens Kurzfilm »Neighbours« aus dem Jahre 1952.

Als Hauptfilm präsentieren wir den Filmklassiker »Sein oder Nichtsein« (1942) von Ernst Lubitsch: Im besetzten Polen schließt sich eine Gruppe renommierter Shakespeare-Darsteller der antifaschistischen Widerstandsbewegung an. Doch der nach London geflüchtete polnische Leutnant Sobinski bringt versehentlich einen Nazi-Spion auf die Fährte der Truppe. Um den Warschauer Widerstand zu retten, muss das Ensemble nun alles geben – und Nazis spielen … Lubitschs meisterhafte Satire ist ein ewiger Klassiker, raffiniert konstruiert, klug in Szene gesetzt und voller hintergründiger Dialoge.

Mark Tykwer ist Mediengestalter, Netzwerker und Kulturarbeiter mit Schwerpunkt Kino. Er betreibt das Wuppertaler Sommerkino »TALflimmern«, kuratiert Filmreihen für Museen und organisiert die bergische Wanderkino-Reihe »Movie in Motion«. Ulrich Klan ist Mitbegründer, Mitmusiker und Komponist der Initiative »Lebenslaute«.

Nachdem »Die Kleinen und die Niedrigen« bereits zu Beginn des Jahres durch die Wuppertaler Bühnen aufgeführt wurde, konnten die Stiftung W. und die Armin T. Wegner Gesellschaft eine Wiederaufführung speziell für diese Veranstaltungsreihe arrangieren.